Mittwochs drinnen: Bücherei

©Thomas Wagner
Nach der Sommerpause geht es weiter mit den tollen Buchbesprechungen von Anna von Hase Weiss aus Berlin – diesmal erschreckend zeitgemäß:
Als die Taube zu den Pinguinen kam und Ihnen mitteilte, dass sie am nächsten Morgen um 8 an der Arche sein sollen haben sie einen schönen Schreck bekommen. Zunächst haben sie gar nicht gewusst, was eine Sintflut ist, und die Taube hat ihnen alles ganz genau erklären müssen. Das größte Problem aber stellte sich erst später heraus. Die Taube hatte nämlich gesagt, nur sie beide von allen Pinguinen seien auserwählt worden, gerettet zu werden – aber eigentlich waren sie ja gar nicht zu zweit sondern zu dritt. Auch wenn sie sich gerade gestritten hatten, brachten sie es nicht über das Herz den Dritten, den Freund, alleine zurück zu lassen und haben ihn dann in einem Koffer versteckt und mitgenommen. Da stellt sich dann die Frage, ob der liebe Gott da überhaupt etwas dagegen hätte, weil, wenn er lieb ist, kann er doch sicher gut verstehen, dass man seinen Freund nicht alleine zurück lässt. Oder ist er gar nicht so lieb, sondern groß, streng und strafend? Warum macht man auch sonst eine Sintflut? Wenn er aber allmächtig ist, braucht man den Freund ja gar nicht im Koffer verstecken, weil dann würde Gott ihn sicher auch im allerbesten Versteck entdecken.
So beginnt das große Abenteuer und all die Zweifel und Fragen brechen nicht ab.
Ein Buch, ideal zum Vorlesen für Kinder, die genau wissen wollen, wie das ist mit dem großen, lieben Gott und für Eltern, die Mühe haben all die Ungereimtheiten und eigenen Zweifel in Worte zu fassen.

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