In einer Woche…

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… geht es los auf die Burg.
Zum Burg-Nähwochenende.
Zum neunten Mal.

Immer wieder habe ich erfahren dürfen, wie sehr die Teilnehmerinnen mal die Auszeit von Familie, Beruf, Alltag genossen haben.
Und immer wieder habe ich erfahren, dass ich es war, die diese Auszeit am allermeisten gebraucht hat.
Zumindest in meiner gefühlten Wahrnehmung.

So ist es auch diesmal.

Immer wieder dringt eine gewisse Hektik zwischen den Ritzen des Alltags durch – was werde ich nähen, was soll ich nähen, oh mein Gott, das Goodiebag ist nicht prall gefüllt, was werden die Damen erwarten, soll ich noch einen Schnitt fertig machen…

Das Jahr 2015 hat vieles für mich parat gehabt. Bisher.
Das meiste davon war kein Honiglecken.
Aufgaben, aus denen Lehren gezogen werden wollen.
Und wenn nach einiger Zeit der Betrachtung nur diese übrig bleibt: So ist das Leben.
(I never promised you a rose garden – wer auch immer „I“ ist…)

Der Sommer war für die Kinder bullerbühaft.
Ich wünsche ihnen, dass er (der Sommer) sich gut in ihre Gehirnwindungen eingebettet hat und sie auch noch im Erwachsenenleben diese Erinnerungen abrufen können.

Für mich hat der Sommer einige harte Momente gehabt.
Vieles baustellenbedingt.
Und alle, die in ihrem Leben ein Haus gebaut haben, werden genau wissen, wovon ich spreche.

Und die letzten Monate scheinen nicht viel besser zu werden.
Wer hier schon länger mitliest, wird mitbekommen, dass dieser Zustand eigentlich nun schon seit ein paar Jahren andauert.
Ich bin ja grundsätzlich optimistisch. Vielleicht auch naiv?
Jedenfalls bin ich der Meinung, dass es immer an allem auch ein Gutes gibt.
Mittlerweile bin ich eher Zweckoptimistin.
Aber die glaubt auch, dass es mal besser wird.
Einfach weil jede Tiefphase irgendwann zu Ende geht…

Und so ist es, dass ich mich einfach auf dieses Wochenende freue.
Sehr freue.
Keine Baustellenprobleme.
Keine Zukunftsfragen.
Außer vielleicht die, was sich von Freitag Nachmittag bis Sonntag nähtechnisch ausgeht.

Und wer so wie ich, auch nicht weiß, was mitnehmen, könnte vielleicht im Stoffsalon herumstöbern.
Denn wie immer bittet Alex um Vorbestellungen.
Wie immer gibt es 10% Nachlass.
Wie immer wird sie ausgewählte Stoffe in ihren kleinen Shop auf der Burg mitbringen und wie immer dürfen auch da Wünsche geäußert werden, was sie mitnehmen soll.

Ich freu mich auf Euch!

PS: Dieses ganze Schwere hemmt meine Kleidernählust.  Aber weil ich einfach gern nähe, hatte ich plötzlich die unbändige Lust so ein Engerl zu machen.
So eine Lust hatte ich zuletzt 2008. Jetzt habe ich eine Arbeitskollegin, die hat das perfekte Haus dafür. Hoffentlich gefällt ihr die neue Mitbewohnerin.

4 Kommentare
  1. PaulaQ
    PaulaQ says:

    Oh ja, der Hausbau…hier seit fast zehn Jahren….und diesen Sommer auch ganz intensiv…und jetzt freu ich mich auf den Winter, da muss die Baustelle ruhen, viel zu kalt, um weiter zu bauen. Da bleibt dann wieder etwas mehr Zeit für Stoff & Wolle! Viel Vergnügen und Entspannung auf der Burg !
    Liebe Grüße von Frau Q!

  2. Anonym
    Anonym says:

    Oh ein Nähwochenende auf einer Burg klingt toll. Das könnte ich auch mal so was von vertragen 🙂
    LG Anne von cutsewlove.wordpress.com

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