Heal

heal

Heal.

Heilung.

Manchmal bin ich so was von gar nicht tough. Vor nicht allzu langer Zeit habe ich jemandem erzählt, dass es mir darum geht berührbar zu bleiben.
Und ich habe festgestellt, dass ich es bin. Noch immer. Das ist gut. Aber man muss auch mit den Folgen leben können. Viele Menschen wollen das nicht. Wollten es noch nie und schon gar nicht wenn sie es sich schon schön und gut in ihrem Leben eingerichtet haben.
Nein, ich, die so selten das Gefühl hat bei sich zu sein, wandle durch meine nun fast fertig gestellte Baustelle, die nun eben keine mehr ist, durch den schönen Raum, der entstanden ist, der aus so vielen Details besteht, die direkt aus mir kommen. So direkt, dass sich dieser Raum anfühlt wie eine erweiterte Hülle von mir. Und ich bin so verletzlich in dieser Hülle. Diese Hülle ist so verletzlich.
Ich erinnere mich gut, als ich das neugeborene erste Kind nach Hause gebracht habe. Ich habe es quasi rund um die Uhr betrachtet. In allen Phasen des Tagesablaufs. Und als wir dann aufs Land gefahren sind und uns in der kleinen Wohnung eingerichtet haben, konnte ich dieses Wunder, das mit so vielen Emotionen von mir gefüllt war, auf gar keinen Fall zu Omi rüber geben. Und natürlich hat meine Ratio gesagt, dass ich das nun tun soll, dann bin ich zurück geblieben, mit einer offenen Wunde, bis mir das Kind – selbstverständlich beinahe zu Tode beschmust und bewundert – wieder zurück gebracht wurde.
So geht es mir nun mit diesem Raum. Der ist – für mich – perfekt. Dieser Raum bin ich.
Aber ich muss ihn loslassen. Muss ihn abnabeln. Muss mich abnabeln. Muss zu lassen, dass auch andere Familienmitglieder sich ihn zu eigen machen. Ihm zutrauen, dass er ein guter wird. Mir zu trauen, dass mein Design auch ohne mich mittendrin gut ist. Und schön. Lebensfähig.
Und in der Zwischenzeit mögen all meine Wunden, die es offenbar in mir gibt, heilen.
Und die aller anderen Menschen auch, die etwas zu heilen haben, auch.
Und wer etwas musikalische Unterstützung bei diesem Prozess brauchen, der so lange braucht, wie er eben braucht, empfehle ich das hier:

I have no fear.
Heal.
Sometimes I am so not tough. 
Recently I told someone, I want to be touchable. Stay touchable. Ok, seems I am still. That’s fine. But you have to face side effects. There are not many people wanting that. Did never wanted it. And definitely not, when they cuddled in in their good & beautiful lives. 
No, me, who so rarely experience the feeling to be with me totally, walk through my nearly finished building site, which is no longer a site, through this beautiful room, which is made from so many details created by me. So directly connected to me, this room feels like a wider skin from me. And I feel so vulnerable in this skin. This skin itself is so vulnerable.
I do remember so well, when I brought my first child home from hospital. I spent all hours just watching her. In all phase of a day. When we went to our little next to Granny cottage, I was just not able to hand over this little wonder filled to the brim with all my emotions to Granny. Of course my ratio told me to do so. And when I did, I was left with open wounds. Until the child was given back to me – of course nearly cuddled and adored to death.
It is the same to this room. Which is perfect – for me. I am this room. 
But I have to let go. Have to cut the umbilical cord. Have to allow other family members to make the room theirs. Have to rely the room will be a good one. Have to rely on me, my design is good – even without me in the center. And beautiful. Able to life.
Meanwhile all my open undetected wounds may heal.
And heal may the wounds of all other people who are longing for healing.
And maybe you need some support for this process, which takes as long as it takes, so I warmly recommend this great song of Soap&Skin.
I have no fear.
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